Elke Sörensen · Ergotherapeutin Tempelhofer Damm 129, 12099 Berlin · Tel. 030 - 75 70 71 72

 

Perfetti
Die Kognitiv-Therapeutischen Übungen (auch als Perfetti-Konzept bekannt) werden seit den siebziger Jahren von dem italienischen Neurologen und Rehabilitationsarzt Prof. Carlo Perfetti und seinem Team entwickelt und fortwährend modifiziert.
Die kognitive Rehabilitationstheorie entstand aus wissenschaftlichen Erkenntnissen. Das neue Therapiekonzept dient hauptsächlich zur Rehabilitation von Hemiplegien im Erwachsenen- und Kindesalter unter Verknüpfung von Kognition und Bewegung.
Ziel der Kognitiv-Therapeutischen Übungen ist die Reorganisation des geschädigten Systems, so dass komplexe und differenzierte Handlungen wieder möglich werden. Die Reorganisation basiert auf den Plastizitätseigenschaften des Nervensystems, das die Fähigkeit hat, seine Struktur und Organisation den veränderten Grundlagen (z.B. nach Läsionen) und Anforderungen (z.B. durch Lernen) anzupassen. Die kognitive Theorie von Prof. Perfetti besagt, dass Bewegung nicht mit der Muskelkontraktion, sondern mit der Bewegungsplanung im Gehirn beginnt. Daher geschieht die therapeutisch geführte Reorganisation in diesem Konzept durch den Einsatz gezielter Denkprozesse. Der Patient erhält entsprechend seinen aktuellen motorischen und kognitiven Fähigkeiten zielgerichtete Aufgaben. Durch das Erlernen der Bewegungsgrundlagen wird der Patient in drei Übungsgraden systematisch auf den Alltag vorbereitet und er erarbeitet sich Strategien und Kompetenzen, die ihm den flexiblen Einsatz der Motorik entsprechend seinen Erfordernissen ermöglicht. In den zunehmend komplexer werdenden Anforderungen der drei Übungsgrade werden zudem unentbehrliche, feinmotorische Handlungen des Alltags, wie sich einem Objekt annähern, berühren, greifen, Druck ausüben, Widerstände oder Gewichte wahrnehmen, differenziert erarbeitet.
Es werden spezielle Therapiemittel eingesetzt, die gezielt nur die Verarbeitung entweder einzelner oder kombinierter sensibler Informationsreize und isolierte, ganz einfache oder auch komplexe Bewegungsabläufe abverlangen.
Dabei kann die Anforderung genau an die momentanen Fähigkeiten des Patienten angepaßt werden.
Zur besseren Konzentration und um die Aufmerksamkeit auf die sensiblen Informationen zu richten, arbeitet der Patient in der Regel mit geschlossenen Augen. Dabei werden die sonst sehr dominanten visuellen Reize ausgeschaltet.
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